Die Hauptunterschiede bei Filtern liegen in der Vergütung des Glases, sowie der Verarbeitung und des Materials der Fassung.

Filter mit Messingfassung besitzen gegenüber Aluminiumfassungen höhere Formstabilität und Festigkeit. Dadurch lassen sie sich besser verschrauben.

Mehrfachvergütetes Glas reflektiert weniger Licht. So werden Probleme (wie ein überstrahltes, flaues Bild oder Lichtreflexe) mit direkt oder seitlich einfallendem Licht verringert.

Eine Nanobeschichtung weist Feuchtigkeit und Staub ab.

Unterschiede gibt es ebenfalls bei der Farbneutralität, der Kratzfestigkeit und der Lichtdurchlässigkeit.

 

Graufilter

Auch ND-Filter (ND = Neutraldichte) genannt. Dieser grau beschichtete Filter reduziert die Lichtmenge, die auf den Sensor fällt. Dies kann die Verwendung einer kleineren Blendenzahl oder einer längeren Belichtungszeit ermöglichen, ohne dass dabei Überbelichtet wird.

 

Grauverlaufsfilter

Durch diesen Filter kann der Kontrast zwischen einem sehr hellen Himmel und einem sehr dunklen Vordergrundverringert werden wodurch Details im Bild besser erhalten bleiben weil sie nicht „absaufen“.

Die festverschraubten runden Filter sind in den wenigsten Fällen sinnvoll, da bei ihnen der Verlauf nicht geregelt werden kann. Filterplatten als Einschub lassen sich in der Position verstellen. So ist es möglich den Verlauf beispielsweise am Horizont auszurichten, so dass der Verlauf über den Himmel geht, aber nicht über den Vordergrund.

 

UV-Filter

UV Filter filtern ultraviolette Anteile aus dem auf den Sensor fallenden Lichts. Dies kann zum Beispiel bei Landschaftsaufnahmen die Sichtbarkeit von Dunst reduzieren. Gerne werden UV-Filter auch als Schutz für das Objektiv eingesetzt, um es vor Schmutz und Kratzern zu schützen.

Allerdings besitzt die Vergütung eines Objektivs so gut wie immer ebenfalls einen UV-Filter. Somit ist ein separater UV-Filter für diesen Zweck nicht nötig. Da die Objektive normalerweise auch widerstandsfähiger sind als die UV Filter ist die Schutzwirkung eines solchen Filters bis auf Einzelfälle fragwürdig. Hinzu kommt, dass auch ein UV-Filter etwas Licht schlucken und anfällig für Reflektionen sein kann. Besonders billige Filter bringen diese Probleme mit sich. Ein separater UV-Filter schadet somit meistens mehr als er nützt.

 

Zirkularer Polfilter

Der Polfilter filtert polarisiertes Licht. Dadurch steigen Sättigung, Kontrast und Leuchtkraft im Bild. Ein blauer Himmel wird so noch blauer. Auch Reflektionen auf Nichtmetallischem werden durch diesen Filter reduziert. Auch bei Schnee empfiehlt sich der Einsatz des Polfilters. Ohne diese Reflektionen erscheint die Natur grüner, Wasser klarer und Glasscheiben durchsichtiger. Dunst, bzw. von ihm reflektiertes Licht, wird ebenfalls herausgefiltert und dadurch die Farbsättigung erhöht.

  • Ein Polfilter kann auch mit einer polarisierten Lichtquelle wie einem LCD Bildschirm kombiniert werden. Hält man transparente Kunststoffobjekte zwischen Filter und Lichtquelle werden Spannungslinien im Kunststoff sichtbar, die bunt schillern.
  • Bei einem Aufnahmewinkel von 90 Grad zur Sonne ist der Effekt am größten.
  • Um eine gleichmäßige Wirkung zu erzielen sollte die Brennweite 28mm (entspr. Kleinbild) nicht unterschreiten.

 

Makrolinsen

Auch Nahlinsen genannt. Nahlinsen werden wie Filter auf das Objektiv geschraubt. Sie wirken wie ein Vergrößerungsglas. Der Vergrößerungsgrad wird in Dioptrien angegeben. Ein höherer Wert bedeutet eine stärkere Vergrößerung. Nahlinsen neigen dazu chromatische und spherische Abweichungen zu erzeugen, zunehmend mit einem höheren Blendenwert. Eine Vergrößerung hat auch eine Verringerung der Schärfentiefe zur Folge.

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