Durch einen Blitz kann das Motiv aufgehellt werden. Farben und Details kommt dadurch besser zur Geltung. Die Bilder werden knackiger und schärfer. Dadurch, dass das Motiv stärker ausgeleuchtet und somit mehr Licht vorhanden ist, hat man die Möglichkeit mit einer kürzeren Belichtungszeit oder einer weiter geschlossenen Blende zu fotografieren. Dies ist zum Beispiel nützlich um Bewegungen durch eine sehr kurze Belichtungszeit einzufrieren, was bei dem natürlich vorhandenem Licht manchmal nicht möglich ist. Auch kann ein Motiv im Gegenlich aufgehellt werden. Der Einsatz eines Blitzes lohnt sich also nicht nur bei wenig Licht.

Seuerung der Belichtung des Bildes

Je weiter der Hintergrund vom Motiv entfernt ist, desto stärker wird das Bild in eine Ebene aufgeteilt, die vom Blitz aufgehellt wird und in eine, die vom Blitzlich nicht mehr erreicht wird. Um das Motiv im Vordergrund korrekt zu Belichten muß die Leistung des Blitzes angepasst werden, wenn man die Blende ändert. Die mit der Blende steuert man also, wie stark der Blitz eingestellt werden muß.

Ein Blitz leuchtet nur für eine sehr kurze Zeit auf und wirft somit auch nur sehr kurz Licht auf das Motiv. Das Motiv wird in der Zeit , in der es angeblitzt sozusagen eingefroren. Wenn die Belichtung länger dauert, als die Abbrennzeit des Blitzes, wird der Hintergrund und auch das Motiv weiter belichtet. Diese Belichtung ist für das Motiv allerdings nicht mehr wirklich ausschlaggebend, da im Gegensatz zur Zeit des Blitzes kaum noch Licht auf das Motiv fällt. Auf den Hintergrund hingegen fällt zur Zeit des Blitzes weniger bis hin zu kein Licht. Somit ist für den Blitz die Dauer des Blitzes weniger ausschlaggebend. Entscheidener ist die gesamte Zeit der Belichtung. Über die Verschlusszeit steuert man somit die Helligkeit des Hintergrundes.

Der ISO-Wert regelt die Empfindlichkeit des Kamera Sensors und steuert daher die Gesamthelligkeit des Bildes, egal ob Vodergrund oder Hintergrund.

Lichtabfall

Licht verliert nicht linear an Stärke, sondern quadratisch. Wenn man den Blitz doppelt so weit vom Motiv weg stellt, ist das Licht auf dem Motiv also nicht nur halb so hell, sondern noch deutlich weniger. Dieser Effekt hat vor und Nachteile.

Bei Gruppenfotos auf denen mehrere Personen nebeneinander oder hintereinander stehen kann es schnell passieren, dass durch den überproportionalen Lichtabfall die hinteren Personen zu wenig Licht abbekommen bzw. Die Vorderen überstrahlen. Oder wenn der Blitz schräg von vorne kommt und die Leute nebeneinander stehen, bekommt die Seite der Leute, die weiter vom Blitz weg steht weniger Licht ab. Angenommenes stehen drei Leute auf einen Meter verteilt hintereinander und der Blitz steht einen Meter vor der vordersten Person. Dann ist der Abstand vom Blitz zur ersten Person genau so groß, wie von der Vordersten bis zur hintersten Person. Der Lichtabfall macht sich in diesem Fall deutlich bemerkbar. Stellt man den Blitz weiter weg (und regelt den Blitz entsprechend weiter hoch, damit die Belichtung gleich bleibt), ändert sich das Verhältnis und macht sich weniger stark bemerkbar. Stellt man den Blitz beispielsweise fünf Meter weit von der vordersten Person weg ist das Verhältnis von Blitz und der vordersten Person und der vordersten Person zur hintersten Person nun 5:1. Der Lichtabfall vor der vordersten zur hintersten Person ist durch dieses Verhältnis deutlich geringer und aller Personen sollten viel gleichmäßiger belichtet sein.

Geiches gilt für den Abstand zwischen Blitz, Person und Hintergrund. Steht der Blitz sehr nah an der Person und ist der Hintergrund weit von der Person weg, ist der Lichtabfall so stark, dass wenig bis kein Licht auf den Hintergrund fällt. Ist der Blitz weit entfernt von der Person, die zudem dicht vor dem Hintergrund steht, macht sich der Lichtabfall zwischen person und Hintergrund kaum Bemerkbar. Der Hintergrund bekommt in diesem Beispiel fast genau so viel Licht ab wie die Person. Über das Abstandsverhältnis von Blitz, Motiv und hintergrund steuert man also die Helligkeit des Hintergrundes.

Bouncen

Beim Bouncen wird das Motiv nicht direkt angeblitzt. Der Blitz wird beispielsweise auf eine Wand oder eine Decke gerichtet. Wird diese angeblitzt wird das Licht von ihr reflektiert und fällt auf das Motiv. Das Licht, das auf das Motiv fällt ist erheblich weicher, als wenn man das Motiv direkt und ohne Lichtformer angeblitzt hätte.

Dabei ist zu beachten, dass der Einfallswinkel des Lichts auf die reflektierende Fläche auch der Ausfallswinkel ist. Auch färbt die reflektierende Fläche das Licht mit ihrer Farbe ein. Daher eignen sich weiße Fläche besonders gut zum bouncen, da sie das Licht neutral reflektieren.

Sehr beliebt ist das Bouncen über eine Decke. Dabei trifft das reflektierte Licht, wie auch bei der Mittagssonne, von steil oben auf das Motiv. Unschöne Schatten sind die Folge. Bei Veranstaltungen sind die Decken zudem auch recht hoch, so dass durch die weite Strecke viel Licht verloren geht. Eine nahe, weiße Wand eignet sich daher zum bouncen besser.

 

American Night Look

Das natürliche Umgebungslicht am Tag verschwindet durch starke Unterbelichtung und wird durch Blitzlicht ersetzt. Dadurch entstehen Bilder die etwas so aussehen, als wären sie bei Nacht entstanden.

 

Blitz vs. Dauerlicht

Bei Dauerlicht sieht man sofort wie das fertige Ergebnis aussehen wird (what you see is what you get). So ist es leichter das Licht einzustellen und zu positionieren.

Blitze sind leistungsstärker. Durch die kurze Verschlusszeit wird Verwacklungsgefahr reduziert.

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